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title: "Lexikon – Begriffe der Mietverwaltung | heyFranz"
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description: "Begriffe aus Mietrecht, Betriebskosten und Immobilienverwaltung – kurz und verständlich erklärt."
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# Lexikon

Begriffe aus Mietrecht, Betriebskostenabrechnung und Immobilienverwaltung – kurz und verständlich erklärt.

214 Begriffe.

### A

- [ABGB](https://hey-franz.com/lexikon/abgb) – Das Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) ist die wichtigste Grundlage des österreichischen Zivilrechts und regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen. In der Immobilienwirtschaft ist es zentral für Bestimmungen zu Eigentum, Besitz, Kaufverträgen sowie dem allgemeinen Mietrecht.
- [Abnutzung](https://hey-franz.com/lexikon/abnutzung) – Die Abnutzung beschreibt den schleichenden Wertverlust oder Verschleiß einer Immobilie durch deren bestimmungsgemäßen Gebrauch oder Alterung. Im österreichischen Steuerrecht wird dieser Wertverzehr durch die Absetzung für Abnutzung (AfA) als jährlicher Aufwand steuerlich geltend gemacht.
- [Abrechnungsdeadlines](https://hey-franz.com/lexikon/abrechnungsdeadlines) – Die Abrechnungsfrist bezeichnet den gesetzlich oder vertraglich festgelegten Zeitraum, in dem Abrechnungen erstellt werden müssen. Im österreichischen Mietrecht (MRG) muss die Betriebskostenabrechnung für das Vorjahr etwa spätestens bis zum 30. Juni des Folgejahres gelegt werden.
- [Abrechnungsperiode](https://hey-franz.com/lexikon/abrechnungsperiode) – Die Abrechnungsperiode ist der festgelegte Zeitraum, für den Einnahmen und Ausgaben einer Immobilie abgerechnet werden. Im österreichischen Mietrecht umfasst dieser Zeitraum für die Betriebskostenabrechnung meist ein Kalenderjahr und darf laut Mietrechtsgesetz (MRG) zwölf Monate nicht überschreiten.
- [AfA](https://hey-franz.com/lexikon/afa) – Die AfA (Absetzung für Abnutzung) bezeichnet die steuerliche Abschreibung von Immobilien. Da Gebäude mit der Zeit an Wert verlieren, können Eigentümer die Anschaffungskosten über die Nutzungsdauer verteilt als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen, was die zu zahlende Steuer reduziert.
- [Akontozahlungen](https://hey-franz.com/lexikon/akontozahlungen) – Eine Akontozahlung ist eine Teil- oder Abschlagszahlung auf eine noch nicht endgültig abgerechnete Gesamtschuld. In Österreich ist sie besonders bei den monatlichen Betriebskosten üblich, wobei die tatsächliche Abrechnung erst im Folgejahr erfolgt und zu Guthaben oder Nachzahlungen führt.
- [Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch](https://hey-franz.com/lexikon/allgemeines-burgerliches-gesetzbuch) – Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) ist die zentrale Gesetzessammlung des privaten Rechts in Österreich. Es regelt grundlegende Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen, wie etwa den Kauf von Immobilien, Mietverträge, das Eigentumsrecht sowie das Nachbarschaftsrecht.
- [Altbauwohnungen](https://hey-franz.com/lexikon/altbauwohnungen) – In Österreich gelten Wohnungen in Gebäuden, die vor dem 1. Juli 1953 errichtet wurden, als Altbau. Typisch sind hohe Räume, Flügeltüren, Kastenfenster und Stuckverzierungen. Rechtlich ist dies entscheidend, da für solche Objekte oft die strengen Mietzinsbeschränkungen des Mietrechtsgesetzes (MRG) gelten.
- [Anschaffungskosten](https://hey-franz.com/lexikon/anschaffungskosten) – Anschaffungskosten sind alle Ausgaben, die getätigt werden, um eine Immobilie zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Dazu zählen neben dem Kaufpreis auch Anschaffungsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragungsgebühr, Maklerprovision sowie Notar- und Anwaltskosten.
- [Aufteilungsschlüssel](https://hey-franz.com/lexikon/aufteilungsschlussel) – Der Aufteilungsschlüssel legt fest, wie die Aufwendungen für eine Liegenschaft (z. B. Betriebskosten oder Instandhaltung) auf die einzelnen Eigentümer verteilt werden. Laut Wohnungseigentumsgesetz (WEG) erfolgt dies im Regelfall nach dem Verhältnis der Miteigentumsanteile (Nutzwerte). Abweichende Vereinbarungen oder verbrauchsabhängige Abrechnungen sind jedoch möglich.

### B

- [Bankanbindung](https://hey-franz.com/lexikon/bankanbindung) – Die Bankanbindung bezeichnet die digitale Schnittstelle zwischen einer Immobilienverwaltungs-Software und einem Bankkonto. Sie ermöglicht den automatisierten Abgleich von Mietzahlungen und Ausgaben, wodurch Kontobewegungen direkt im System verbucht und offene Posten ohne manuelle Eingabe abgeglichen werden können.
- [Bankgarantie](https://hey-franz.com/lexikon/bankgarantie) – Eine Bankgarantie ist das unwiderrufliche Versprechen einer Bank, bei Nichteintritt einer vertraglichen Leistung für ihren Kunden finanziell einzustehen. Im Immobilienwesen dient sie oft als Sicherstellung für Mieten oder Bauleistungen. Sie ist rechtlich unabhängig vom Grundgeschäft.
- [Barkaution](https://hey-franz.com/lexikon/barkaution) – Die Barkaution ist eine Sicherheitsleistung beim Mieten einer Immobilie, die durch Überweisung oder Barzahlung an den Vermieter erbracht wird. Dieser muss den Betrag fruchtbringend und getrennt von seinem Privatvermögen anlegen. Sie dient zur Absicherung von Ansprüchen wie Mietzinsen oder Schäden.
- [befristet](https://hey-franz.com/lexikon/befristet) – Im österreichischen Immobilienrecht bedeutet befristet, dass ein Mietverhältnis für einen im Voraus genau festgelegten Zeitraum abgeschlossen wird. Laut Mietrechtsgesetz (MRG) muss eine Befristung schriftlich vereinbart werden und eine Mindestdauer von drei Jahren aufweisen. Nach Ablauf der Frist endet der Vertrag automatisch, sofern er nicht ausdrücklich verlängert wird.
- [befristeter Mietvertrag](https://hey-franz.com/lexikon/befristeter-mietvertrag) – Ein befristeter Mietvertrag endet automatisch nach einer im Vertrag festgelegten Zeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Im Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) muss die Befristung schriftlich vereinbart werden und eine Mindestdauer von drei Jahren aufweisen.
- [Befristung](https://hey-franz.com/lexikon/befristung) – Die Befristung bezeichnet die zeitliche Begrenzung eines Mietverhältnisses auf eine im Voraus festgelegte Dauer. Im österreichischen Mietrechtsgesetz (MRG) muss ein befristeter Vertrag schriftlich abgeschlossen werden und eine Mindestdauer von fünf Jahren aufweisen, um rechtlich gültig zu sein.
- [Begehung](https://hey-franz.com/lexikon/begehung) – Eine Begehung bezeichnet das persönliche Betreten und Besichtigen einer Immobilie oder eines Grundstücks zur fachlichen Überprüfung. Sie dient dazu, den Zustand des Objekts festzustellen, Mängel zu dokumentieren oder notwendige Instandhaltungsmaßnahmen im Rahmen der Objektsicherungsprüfung zu planen.
- [Belegeinsicht](https://hey-franz.com/lexikon/belegeinsicht) – Die Belegeinsicht ist das Recht von Mietern oder Wohnungseigentümern, die Originalrechnungen und Zahlungsnachweise zu einer Abrechnung (z. B. Betriebskosten) zu prüfen. Gemäß MRG oder WEG muss der Vermieter bzw. Verwalter Einsicht gewähren, um die Korrektheit der Kosten zu belegen.
- [Belegpflicht](https://hey-franz.com/lexikon/belegpflicht) – Die Belegpflicht verpflichtet Unternehmer in Österreich dazu, für jeden Geschäftsvorfall einen Beleg auszustellen und dem Kunden auszuhändigen. Sie ist Teil der Registrierkassenpflicht und dient der lückenlosen Dokumentation für das Finanzamt, um Steuerhinterziehung zu vermeiden.
- [Betriebsausgabe](https://hey-franz.com/lexikon/betriebsausgabe) – Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die durch den Betrieb einer Immobilie oder ein Unternehmen veranlasst sind. Im österreichischen Steuerrecht mindern sie als Abposten von den Einnahmen den steuerpflichtigen Gewinn. Typische Beispiele sind Instandhaltungsmitel, Versicherungsprämien oder die Absetzung für Abnutzung (AfA).
- [Betriebskosten](https://hey-franz.com/lexikon/betriebskosten) – Betriebskosten sind die laufenden Kosten, die durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch einer Immobilie regelmäßig entstehen. Dazu gehören laut Mietrechtsgesetz (MRG) etwa Wasser, Müllabfuhr, Versicherung oder Grundsteuer, die der Vermieter meist als monatliche Akontierung auf die Mieter umlegt.
- [Betriebskosten-Akonto](https://hey-franz.com/lexikon/betriebskosten-akonto) – Das Betriebskosten-Akonto ist eine monatliche Vorauszahlung des Mieters an den Vermieter für laufende Kosten wie Wasser, Müllabfuhr oder Versicherung. Einmal jährlich erfolgt eine Abrechnung der tatsächlichen Kosten, die zu einer Nachzahlung oder einem Guthaben führen kann.
- [Betriebskostenabrechnung](https://hey-franz.com/lexikon/betriebskostenabrechnung) – Die Betriebskostenabrechnung ist die jährliche Gegenüberstellung der tatsächlichen laufenden Kosten einer Immobilie und der vom Mieter geleisteten Akontozahlungen. Sie muss gemäß Mietrechtsgesetz (MRG) bis spätestens 30. Juni des Folgejahres gelegt werden und führt zu einer Nachzahlung oder einem Guthaben.
- [Betriebskostenabrechnungen](https://hey-franz.com/lexikon/betriebskostenabrechnungen) – Die Betriebskostenabrechnung ist die jährliche Gegenüberstellung der tatsächlichen Bewirtschaftungskosten einer Immobilie und der geleisteten Akontozahlungen. Gemäß Mietrechtsgesetz (MRG) muss sie bis spätestens 30. Juni des Folgejahres für das gesamte Kalenderjahr gelegt werden.
- [Betriebskostennachforderungen](https://hey-franz.com/lexikon/betriebskostennachforderungen) – Betriebskostennachforderungen entstehen, wenn die tatsächlichen Bewirtschaftungskosten einer Immobilie höher ausfallen als die vom Mieter geleisteten Akontozahlungen. Nach der jährlichen Abrechnung muss der Mieter diesen Differenzbetrag innerhalb der gesetzlichen Fristen an den Vermieter nachzahlen.
- [Betriebskostenperiode](https://hey-franz.com/lexikon/betriebskostenperiode) – Die Betriebskostenperiode bezeichnet den Zeitraum, für den die laufenden Kosten einer Immobilie abgerechnet werden. In Österreich umfasst diese Periode gemäß Mietrechtsgesetz (MRG) üblicherweise das Kalenderjahr. Nach Ablauf dieses Zeitraums hat der Vermieter bis spätestens 30. Juni des Folgejahres die Abrechnung zu legen.
- [Betriebskostenvorauszahlungen](https://hey-franz.com/lexikon/betriebskostenvorauszahlungen) – Die Betriebskostenvorauszahlung ist ein monatlicher Akontobetrag, den Mieter zusätzlich zum Hauptmietzins für laufende Bewirtschaftungskosten wie Wasser, Müll oder Versicherung zahlen. Gemäß Mietrechtsgesetz (MRG) muss der Vermieter einmal jährlich eine Abrechnung über die tatsächlichen Kosten legen.
- [Bezirksgericht](https://hey-franz.com/lexikon/bezirksgericht) – Das Bezirksgericht ist in Österreich die erste Instanz für viele rechtliche Angelegenheiten und führt unter anderem das Grundbuch. Es ist zuständig für Zivilprozesse mit geringerem Streitwert sowie unabhängig vom Wert für alle Miet-, Pacht- und Exekutionssachen.
- [Bezirksverwaltungsbehörden](https://hey-franz.com/lexikon/bezirksverwaltungsbehorden) – Die Bezirksverwaltungsbehörde ist in Österreich die zuständige Stelle für die allgemeine Verwaltung in einem Bezirk. In den Landkreisen ist dies die Bezirkshauptmannschaft, während in Städten mit eigenem Statut (Statutarstädte) der Magistrat diese Aufgaben übernimmt.
- [Bindungswirkung](https://hey-franz.com/lexikon/bindungswirkung) – Die Bindungswirkung bezeichnet die rechtliche Verpflichtung, die von Verträgen, Bescheiden oder Urteilen ausgeht. Sie bewirkt, dass die beteiligten Parteien, Behörden oder Gerichte an den Inhalt dieser Entscheidungen gebunden sind und nicht eigenmächtig davon abweichen dürfen.
- [Bodenwertniveau](https://hey-franz.com/lexikon/bodenwertniveau) – Das Bodenwertniveau beschreibt den durchschnittlichen Preis für unbebaute Grundstücke in einer bestimmten Lage oder Region zu einem gewissen Zeitpunkt. Es dient in Österreich als wichtiger Orientierungswert für Sachverständige und Behörden, um den Marktwert von Liegenschaften sowie steuerliche Bemessungsgrundlagen fair einschätzen zu können.
- [Bonität](https://hey-franz.com/lexikon/bonitat) – Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit einer Person. Im Immobilienbereich prüfen Banken damit, ob ein Kreditnehmer das Darlehen zuverlässig zurückzahlen kann, während Vermieter sie zur Absicherung regelmäßiger Mietzahlungen bewerten.
- [Bonitätsnachweise](https://hey-franz.com/lexikon/bonitatsnachweise) – Bonitätsnachweise sind Dokumente wie Lohnzettel oder Kontoauszüge, die die Zahlungsfähigkeit eines Mieters oder Käufers belegen. Sie dienen Vermietern und Banken als Sicherheit, dass laufende Kosten oder Kredite dauerhaft gedeckt werden können. In Österreich ist zudem oft ein KSV-Auszug üblich.
- [Bonitätsprüfung](https://hey-franz.com/lexikon/bonitatsprufung) – Die Bonitätsprüfung ist eine systematische Überprüfung der Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens. In der Immobilienwirtschaft nutzen Banken und Vermieter diese Analyse, um das Risiko von Zahlungsausfällen bei Krediten oder Mietverträgen zu minimieren.
- [Bruttogrenze](https://hey-franz.com/lexikon/bruttogrenze) – Die Bruttogrenze bezeichnet im österreichischen Mietrecht, insbesondere bei der Mietzinsbeihilfe oder Wohnbeihilfe, den maximal zulässigen Bruttomietzins inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer. Übersteigt die tatsächliche Miete diesen Wert, wird für die Berechnung der Förderung nur der Betrag bis zu dieser Grenze herangezogen.
- [Bruttomiete](https://hey-franz.com/lexikon/bruttomiete) – Die Bruttomiete (oft auch Warmmiete genannt) bezeichnet den gesamten monatlichen Betrag, den Mieter an den Vermieter zahlen. Sie setzt sich aus dem reinen Mietzins für die Raumnutzung (Nettomiete), den Betriebskosten und den Kosten für Heizung sowie Warmwasser zusammen.
- [Bruttomonatsmieten](https://hey-franz.com/lexikon/bruttomonatsmieten) – Die Bruttomonatsmiete dient in Österreich vor allem als Basis für die Berechnung der Maklerprovision. Sie umfasst den Nettomietzins sowie die Betriebskosten und – bei Objekten im Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) – auch die Heizkosten, jedoch jeweils ohne die Umsatzsteuer.

### D

- [Dokumentenmanagement](https://hey-franz.com/lexikon/dokumentenmanagement) – Das Dokumentenmanagement bezeichnet die systematische, meist digitale Verwaltung von Unterlagen wie Mietverträgen, Plänen oder Rechnungen. Ein strukturiertes System (DMS) ermöglicht das schnelle Finden, sichere Archivieren und rechtssichere Aufbewahren von Dokumenten gemäß gesetzlicher Fristen.
- [DSGVO-konform](https://hey-franz.com/lexikon/dsgvo-konform) – DSGVO-konform bedeutet, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten exakt den Vorgaben der europäischen Datenschutz-Grundverordnung entspricht. In der Immobilienwirtschaft müssen Makler und Hausverwalter sicherstellen, dass Kundendaten rechtmäßig erhoben, sicher gespeichert und bei Bedarf gelöscht werden.

### E

- [EAVG 2012](https://hey-franz.com/lexikon/eavg-2012) – Das Energieausweis-Vorlage-Gesetz 2012 verpflichtet Verkäufer und Vermieter, bereits in Immobilienanzeigen energetische Kennwerte anzugeben. Spätestens bei Vertragsschluss muss dem Käufer oder Mieter ein gültiger Energieausweis vorgelegt und ausgehändigt werden, andernfalls drohen Verwaltungsstrafen.
- [eidesstättige Erklärungen](https://hey-franz.com/lexikon/eidesstattige-erklarungen) – Eine eidesstattliche Erklärung ist eine rechtsverbindliche Bestätigung, dass gemachte Angaben der Wahrheit entsprechen. Im Immobilienbereich wird sie etwa bei der Vermögensauskunft im Exekutionsverfahren oder zum Nachweis verlorener Dokumente genutzt. Vorsätzlich falsche Angaben sind nach dem Strafgesetzbuch strafbar.
- [Eigenbedarf](https://hey-franz.com/lexikon/eigenbedarf) – Eigenbedarf liegt vor, wenn ein Vermieter eine vermietete Wohnung für sich selbst oder nahe Angehörige (z. B. Kinder, Enkel) zu Wohnzwecken benötigt. Im österreichischen Mietrechtsgesetz (MRG) ist dies ein anerkannter Kündigungsgrund, der jedoch gerichtlich geltend gemacht und streng bewiesen werden muss.
- [Einkommenssteuerbescheid](https://hey-franz.com/lexikon/einkommenssteuerbescheid) – Der Einkommensteuerbescheid ist ein amtliches Dokument des Finanzamts, das die endgültige Steuerlast für ein Kalenderjahr festsetzt. Er informiert darüber, ob eine Nachzahlung zu leisten ist oder eine Gutschrift erfolgt. In der Immobilienwirtschaft dient er oft als wichtiger Bonitätsnachweis bei Kreditanträgen oder Mietverträgen.
- [Einkommensteuertarif](https://hey-franz.com/lexikon/einkommensteuertarif) – Der Einkommensteuertarif regelt in Österreich die Höhe der Steuerbelastung für das jährliche Einkommen natürlicher Personen. Er ist progressiv gestaltet, wodurch der Steuersatz stufenweise von 0 % (unter der Steuerfreigrenze) bis zum Spitzensteuersatz ansteigt, je höher das Einkommen ist.
- [Einkünfte](https://hey-franz.com/lexikon/einkunfte) – Im österreichischen Steuerrecht sind Einkünfte der Gewinn oder der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten aus einer der sieben Einkunftsarten. In der Immobilienwirtschaft betreffen sie vor allem Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie Gewinne aus Immobilienverkäufen.
- [eintrittsberechtigte Personen](https://hey-franz.com/lexikon/eintrittsberechtigte-personen) – Eintrittsberechtigte Personen sind nahe Angehörige, die nach dem Tod eines Mieters das Recht haben, in den bestehenden Mietvertrag einzutreten. Laut Mietrechtsgesetz (MRG) zählen dazu Ehegatten, Lebensgefährten, Kinder oder Geschwister, sofern sie bereits zuvor im gemeinsamen Haushalt gelebt haben.
- [Eintrittsrecht](https://hey-franz.com/lexikon/eintrittsrecht) – Das Eintrittsrecht ermöglicht es nahen Angehörigen (z. B. Ehegatten, Kindern), nach dem Tod eines Mieters in dessen bestehenden Mietvertrag einzutreten. Voraussetzung ist laut Mietrechtsgesetz (MRG) ein gemeinsamer Haushalt und ein dringendes Wohnbedürfnis der eintrittsberechtigten Personen.
- [Einvernehmliche Auflösung](https://hey-franz.com/lexikon/einvernehmliche-auflosung) – Die einvernehmliche Auflösung ist eine Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter (oder Arbeitgeber und Arbeitnehmer), ein Vertragsverhältnis zu einem frei gewählten Zeitpunkt gemeinsam zu beenden. Im Gegensatz zur Kündigung müssen dabei keine gesetzlichen Fristen oder Termine eingehalten werden.
- [Energieausweis](https://hey-franz.com/lexikon/energieausweis) – Der Energieausweis ist ein offizielles Dokument, das die Energieeffizienz eines Gebäudes bewertet und vergleichbar macht. Laut Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG) muss er bei Verkauf oder Vermietung vorgelegt werden und enthält wichtige Kennzahlen zum zu erwartenden Heizwärmebedarf.
- [Energiekennzahl](https://hey-franz.com/lexikon/energiekennzahl) – Die Energiekennzahl gibt den spezifischen Energiebedarf eines Gebäudes pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr an. Sie ist das Herzstück des Energieausweises und ermöglicht den Vergleich der energetischen Qualität von Immobilien. Ein niedriger Wert signalisiert dabei eine hohe Energieeffizienz.
- [Erhaltungspflicht](https://hey-franz.com/lexikon/erhaltungspflicht) – Die Erhaltungspflicht bezeichnet die gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung, eine Immobilie in einem ordnungsgemäßen und sicheren Zustand zu bewahren. Im österreichischen Mietrecht (MRG) trägt primär der Vermieter die Verantwortung für die Erhaltung allgemeiner Teile des Hauses sowie der Außenhaut.
- [Erhaltungspflichten](https://hey-franz.com/lexikon/erhaltungspflichten) – Die Erhaltungspflicht bezeichnet die gesetzliche oder vertragliche Aufgabe, eine Immobilie in einem ordnungsgemäßen Zustand zu bewahren. Im österreichischen Mietrecht (MRG) ist primär der Vermieter für die Substanz und allgemeine Teile des Hauses zuständig, um die Brauchbarkeit zu sichern.
- [Exekutionen](https://hey-franz.com/lexikon/exekutionen) – In Österreich bezeichnet die Exekution die gerichtliche Zwangsvollstreckung, um rechtliche Ansprüche gegen den Willen eines Schuldners durchzusetzen. Auf Basis der Exekutionsordnung können so etwa ausstehende Zahlungen eingetrieben oder die Räumung einer Immobilie erzwungen werden.

### F

- [fGEE](https://hey-franz.com/lexikon/fgee) – Der Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) ist eine zentrale Kennzahl im österreichischen Energieausweis, die die Effizienz eines Gebäudes inklusive seiner Haustechnik bewertet. Er setzt den Energiebedarf der Immobilie ins Verhältnis zu einem Referenzwert; je niedriger der Wert unter 1,0 liegt, desto sparsamer ist das Gebäude.
- [Fixkostenanteil](https://hey-franz.com/lexikon/fixkostenanteil) – Der Fixkostenanteil beschreibt jenen Teil der Gesamtkosten einer Immobilie oder eines Unternehmens, der unabhängig von der Auslastung oder Nutzung in gleichbleibender Höhe anfällt. Dazu zählen im Immobilienbereich etwa Versicherungsprämien, Verwaltungskosten oder pauschale Wartungsverträge.
- [Fotodokumentation](https://hey-franz.com/lexikon/fotodokumentation) – Die Fotodokumentation ist die systematische visuelle Erfassung von Zuständen, Mängeln oder Baufortschritten mittels Fotografien. In der österreichischen Immobilienwirtschaft dient sie als wichtiges Beweismittel bei Übergabeprotokollen, zur Beweissicherung oder für das Bautagebuch.
- [freie Mietzinsvereinbarung](https://hey-franz.com/lexikon/freie-mietzinsvereinbarung) – Die freie Mietzinsvereinbarung erlaubt es Vermieter und Mieter, die Miethöhe ohne gesetzliche Preisobergrenzen individuell auszuhandeln. Sie kommt in Österreich vor allem bei Neubauten, Einfamilienhäusern oder Objekten zur Anwendung, die dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) oder den Teilausnahmen des Mietrechtsgesetzes unterliegen.

### G

- [Gebäudeanteil](https://hey-franz.com/lexikon/gebaudeanteil) – Der Gebäudeanteil bezeichnet jenen Teil des Gesamtwerts einer Immobilie, der rein auf das Bauwerk entfällt. Er wird vom Grundwert getrennt, da in Österreich nur dieser Anteil steuerlich durch die Absetzung für Abnutzung (AfA) abgeschrieben werden kann, während Grund und Boden nicht an Wert verlieren.
- [Gemeindeabgaben](https://hey-franz.com/lexikon/gemeindeabgaben) – Gemeindeabgaben sind finanzielle Leistungen, die von den Gemeinden zur Deckung ihrer Ausgaben eingehoben werden. Dazu zählen insbesondere die Grundsteuer, Gebühren für Müllabfuhr oder Kanalisation sowie Erschließungs- und Anschlussbeiträge. Die gesetzliche Basis bilden das Finanzausgleichsgesetz und landesrechtliche Vorschriften.
- [Genehmigungspflicht](https://hey-franz.com/lexikon/genehmigungspflicht) – Die Genehmigungspflicht bezeichnet die gesetzliche Notwendigkeit, für bestimmte Vorhaben wie Bauprojekte oder Grundstückskäufe vorab eine behördliche Erlaubnis einzuholen. Im Immobilienbereich betrifft dies oft die Baubewilligung nach den Landesbauordnungen oder die Zustimmung der Grundverkehrsbehörde.
- [Genehmigungsvorbehalt](https://hey-franz.com/lexikon/genehmigungsvorbehalt) – Ein Genehmigungsvorbehalt bedeutet, dass ein Rechtsgeschäft, wie etwa ein Immobilienkauf, erst durch die Zustimmung einer Behörde rechtswirksam wird. Dies betrifft in Österreich oft den Grundverkehr, wenn Ausländer oder Landwirte Flächen erwerben und die Grundverkehrsbehörde zustimmen muss.
- [Gesamtenergieeffizienzfaktor](https://hey-franz.com/lexikon/gesamtenergieeffizienzfaktor) – Der Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) beschreibt das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Endenergiebedarf eines Gebäudes und einem Referenzwert aus dem Jahr 2007. Ein kleinerer Wert steht für eine bessere Effizienz; ein fGEE von 1,0 entspricht dem Standard der damaligen Bauordnung.
- [Geschäftsvermietung](https://hey-franz.com/lexikon/geschaftsvermietung) – Die Geschäftsvermietung bezeichnet die Überlassung von Räumlichkeiten zu gewerblichen Zwecken, wie etwa Büros, Läden oder Werkstätten. Im Gegensatz zur Wohnungsmiete unterliegt sie in Österreich weitgehend der freien Vertragsgestaltung, wobei das Mietrechtsgesetz (MRG) nur teilweise oder gar nicht zur Anwendung kommt.
- [Gesetzliche Erneuerung](https://hey-franz.com/lexikon/gesetzliche-erneuerung) – Die gesetzliche Erneuerung (auch Stillschweigende Erneuerung) bewirkt im österreichischen Mietrecht, dass ein befristeter Mietvertrag automatisch in ein unbefristetes Mietverhältnis oder eine Verlängerung übergeht, wenn der Mieter nach Ablauf der Frist die Wohnung weiter nutzt und der Vermieter nicht binnen 14 Tagen widerspricht.
- [Gewerbeberechtigung](https://hey-franz.com/lexikon/gewerbeberechtigung) – Die Gewerbeberechtigung ist die behördliche Befugnis, eine gewerbliche Tätigkeit in Österreich selbstständig und regelmäßig auszuüben. Sie wird nach der Anmeldung bei der Gewerbebehörde durch die Eintragung in das Gewerberegister erteilt. Für reglementierte Gewerbe wie Immobilienmakler ist zudem ein Befähigungsnachweis erforderlich.
- [Gleichbehandlungsgesetz](https://hey-franz.com/lexikon/gleichbehandlungsgesetz) – Das Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) verbietet in Österreich Diskriminierung beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen, wozu auch die Vermietung und der Verkauf von Wohnraum zählen. Niemand darf aufgrund des Geschlechts oder der ethnischen Zugehörigkeit bei der Wohnungssuche benachteiligt werden.
- [Gleichbehandlungsgrundsatz](https://hey-franz.com/lexikon/gleichbehandlungsgrundsatz) – Der Gleichbehandlungsgrundsatz verbietet es Vermietern und Maklern, Personen aufgrund von Merkmalen wie Geschlecht oder ethnischer Herkunft beim Zugang zu Wohnraum zu benachteiligen. Er basiert auf dem Gleichbehandlungsgesetz und sichert faire Chancen bei der Wohnungssuche.
- [Grundanteil](https://hey-franz.com/lexikon/grundanteil) – Der Grundanteil bezeichnet jenen Teil des Gesamtwertes einer Immobilie, der auf den nackten Grund und Boden entfällt. In der österreichischen Immobilienwirtschaft ist dieser Wert besonders für die steuerliche Abschreibung wichtig, da nur das Gebäude, nicht aber der Grund und Boden entwertet werden kann.
- [Grundbuch](https://hey-franz.com/lexikon/grundbuch) – Das Grundbuch ist ein öffentliches Verzeichnis, das beim zuständigen Bezirksgericht geführt wird und alle rechtlichen Verhältnisse an Grundstücken in Österreich dokumentiert. Es gibt verbindlich Auskunft über Eigentümer, Belastungen wie Hypotheken sowie Rechte Dritter, etwa ein Wegerecht.
- [Grundsteuer](https://hey-franz.com/lexikon/grundsteuer) – Die Grundsteuer ist eine Gemeindesteuer, die auf den Besitz von Grundstücken und Gebäuden in Österreich erhoben wird. Sie wird jährlich von den Gemeinden eingehoben, wobei sich die Höhe aus dem Einheitswert der Immobilie, der Steuermesszahl und dem individuellen Hebesatz der Gemeinde berechnet.
- [Gutschrift](https://hey-franz.com/lexikon/gutschrift) – Eine Gutschrift ist ein Dokument, das eine ursprüngliche Rechnung korrigiert oder als Abrechnung durch den Leistungsempfänger dient. In der Immobilienwirtschaft wird sie oft für Betriebskostenrückerstattungen oder Provisionen genutzt. Sie mindert die Zahlungsverpflichtung oder führt zu einer Auszahlung.

### H

- [Hauptmietzins](https://hey-franz.com/lexikon/hauptmietzins) – Der Hauptmietzins ist das reine Entgelt, das der Mieter dem Vermieter für die Überlassung der Wohnung zahlt. Er bildet gemeinsam mit den Betriebskosten und der Umsatzsteuer den gesamten Mietzins. Die zulässige Höhe ist im Mietrechtsgesetz (MRG) durch Richtwerte oder Angemessenheit geregelt.
- [Hauptmietzinsbestandteil](https://hey-franz.com/lexikon/hauptmietzinsbestandteil) – Ein Hauptmietzinsbestandteil ist ein rechtlich definierter Teilbetrag, aus dem sich der reine Mietpreis für die Überlassung eines Objekts in Österreich zusammensetzt. Er umfasst neben dem Grundentgelt für die Nutzung auch Beiträge für die Erhaltung und Verbesserung des Hauses sowie die Verwaltungskosten.
- [Hausbesorgerkosten](https://hey-franz.com/lexikon/hausbesorgerkosten) – Hausbesorgerkosten sind Betriebskosten, die für die Entlohnung und soziale Absicherung von Hausbesorgern anfallen. Sie umfassen laut Mietrechtsgesetz (MRG) das Entgelt, Sozialversicherungsbeiträge sowie Dienstwohnungskosten für Tätigkeiten wie Reinigung, Winterdienst und Hausbetreuung.
- [Heizkosten](https://hey-franz.com/lexikon/heizkosten) – Heizkosten umfassen alle Aufwendungen für die Beheizung von Räumen und die Warmwasserbereitung. Dazu zählen neben den Brennstoffkosten (z. B. Gas, Fernwärme) auch die Kosten für den Betrieb, die Wartung der Anlage und die Abrechnung gemäß dem Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG).
- [Heizkostenabrechnungsgesetz](https://hey-franz.com/lexikon/heizkostenabrechnungsgesetz) – Das Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG) regelt in Österreich die verbrauchsabhängige Aufteilung der Kosten für Heizung und Warmwasser in Gebäuden mit gemeinsamen Versorgungsanlagen. Es verpflichtet Vermieter und Verwalter, die Kosten überwiegend nach dem tatsächlichen Verbrauch der Nutzer abzurechnen. Ziel ist es, durch individuelle Kostentransparenz Anreize zum Energiesparen zu schaffen.
- [Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG)](https://hey-franz.com/lexikon/heizkostenabrechnungsgesetz-heizkg) – Das Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG) regelt in Österreich die Aufteilung der Kosten für Heizung, Warmwasser und Kühlung in Gebäuden mit gemeinschaftlichen Versorgungsanlagen. Es schreibt vor, dass die Kosten überwiegend nach dem tatsächlichen Verbrauch und nicht nur nach Fläche abzurechnen sind.
- [Heizkostenverteiler](https://hey-franz.com/lexikon/heizkostenverteiler) – Ein Heizkostenverteiler ist ein Gerät zur Erfassung des anteiligen Wärmeverbrauchs, das direkt am Heizkörper montiert wird. Er misst keine physikalische Wärmemenge, sondern liefert Kennzahlen, die gemäß Heizkostenverordnung eine gerechte Abrechnung zwischen Wohneinheiten ermöglichen.
- [Heizwärmebedarfsklasse](https://hey-franz.com/lexikon/heizwarmebedarfsklasse) – Die Heizwärmebedarfsklasse gibt im Energieausweis an, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter im Jahr für die Raumheizung benötigt. Sie reicht von A++ bis G und ermöglicht einen schnellen Vergleich der energetischen Qualität einer Immobilie nach dem Energieausweis-Vorlage-Gesetz.
- [Herstellungskosten](https://hey-franz.com/lexikon/herstellungskosten) – Herstellungskosten sind Aufwendungen, die durch den Bau oder die wesentliche Verbesserung einer Immobilie entstehen. Sie umfassen Material- und Fertigungskosten sowie notwendige Gemeinkosten und dienen im Unternehmensgesetzbuch (UGB) als Maßstab für die Bewertung des Gebäudes in der Bilanz.
- [HWB](https://hey-franz.com/lexikon/hwb) – Der Heizwärmebedarf (HWB) gibt an, wie viel thermische Energie pro Quadratmeter und Jahr nötig ist, um ein Gebäude auf einer konstanten Temperatur zu halten. Er ist die zentrale Kennzahl im Energieausweis und wird in kWh/m²a gemessen. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist die Dämmung.

### I

- [Indexklausel](https://hey-franz.com/lexikon/indexklausel) – Eine Indexklausel ist eine vertragliche Vereinbarung zur Wertsicherung der Miete. Sie koppelt die Mietpreisänderung an die Entwicklung eines Preisindex, meist den Verbraucherpreisindex (VPI). Steigen die Lebenshaltungskosten in Österreich, darf der Vermieter den Mietzins entsprechend anpassen.
- [Indexmiete](https://hey-franz.com/lexikon/indexmiete) – Bei einer Indexmiete wird die Miethöhe an die Entwicklung des Verbraucherpreisindex (VPI) gekoppelt, wodurch sie sich automatisch an die Inflation anpasst. In Österreich ist diese Wertsicherung im Mietrechtsgesetz (MRG) verankert und sorgt dafür, dass die Kaufkraft der Miete für den Vermieter über die Jahre hinweg stabil bleibt.
- [Indexmieten](https://hey-franz.com/lexikon/indexmieten) – Eine Indexmiete ist eine Mietform, bei der sich die Miethöhe an der allgemeinen Preisentwicklung orientiert. Als Maßstab dient in Österreich meist der Verbraucherpreisindex (VPI). Steigen die Lebenshaltungskosten, kann der Vermieter die Miete entsprechend anpassen, um den Wertverlust durch Inflation auszugleichen.
- [Insolvenzen](https://hey-franz.com/lexikon/insolvenzen) – Eine Insolvenz bezeichnet die Situation, in der ein Schuldner seine fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann oder überschuldet ist. In Österreich regelt die Insolvenzordnung das Verfahren, das entweder zur Sanierung des Unternehmens oder zur Verwertung des Vermögens führt.
- [Instandhaltungskosten](https://hey-franz.com/lexikon/instandhaltungskosten) – Instandhaltungskosten sind Ausgaben für Wartung, Inspektion und Reparaturen, um eine Immobilie in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten. Im österreichischen Mietrecht trägt diese Kosten grundsätzlich der Vermieter, da sie nicht als Betriebskosten auf Mieter überwälzt werden dürfen.
- [Instandhaltungsmaßnahmen](https://hey-franz.com/lexikon/instandhaltungsmassnahmen) – Instandhaltungsmaßnahmen dienen dazu, den ordnungsgemäßen Zustand einer Immobilie zu bewahren oder wiederherzustellen. Sie umfassen laut Mietrechtsgesetz (MRG) vor allem die Wartung, Inspektion und Reparatur von allgemeinen Teilen des Hauses, wie etwa dem Dach oder der Fassade, um die langfristige Nutzbarkeit zu sichern.
- [Instandhaltungspflicht](https://hey-franz.com/lexikon/instandhaltungspflicht) – Die Instandhaltungspflicht bezeichnet die gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung, eine Immobilie in gutem Zustand zu erhalten. Im Mietrecht regelt das MRG, dass Vermieter für die Erhaltung allgemeiner Teile und ernste Schäden haften, während Mieter meist die Wartung im Inneren tragen.
- [Instandhaltungspflichten](https://hey-franz.com/lexikon/instandhaltungspflichten) – In Österreich verpflichtet das Mietrechtsgesetz (MRG) Vermieter, das Gebäude, die allgemeinen Teile und die Mietgegenstände in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten. Mieter müssen hingegen kleinere Mängel beheben und die Wohnung pfleglich behandeln, um Schäden zu vermeiden.
- [Instandhaltungsrücklagen](https://hey-franz.com/lexikon/instandhaltungsrucklagen) – Die Instandhaltungsrücklage (auch Rücklage oder Reserve genannt) ist eine nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) vorgeschriebene Geldreserve einer Eigentümergemeinschaft. Sie dient der Finanzierung künftiger Reparaturen oder Sanierungen am Gemeinschaftseigentum. Die Eigentümer zahlen dafür monatliche Beiträge ein, um hohe Einmalzahlungen zu vermeiden.

### K

- [Kategorie-A-Wohnungen](https://hey-franz.com/lexikon/kategorie-a-wohnungen) – Eine Kategorie-A-Wohnung bezeichnet im österreichischen Mietrecht die höchste Ausstattungsklasse. Sie muss mindestens 30 m² groß, in brauchbarem Zustand und mit Vorraum, Zimmer, Küche, WC sowie einer zeitgemäßen Badegelegenheit, Warmwasser und einer stationären Heizung ausgestattet sein.
- [Kategoriemiete](https://hey-franz.com/lexikon/kategoriemiete) – Die Kategoriemiete ist ein gesetzlich geregelter Mietzins im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG). Er gilt primär für Altbau-Mietverträge, die zwischen 1982 und Februar 1994 abgeschlossen wurden, und richtet sich nach der Ausstattung der Wohnung in den Kategorien A bis D.
- [Kategoriemietzins](https://hey-franz.com/lexikon/kategoriemietzins) – Der Kategoriemietzins ist ein gesetzlich geregelter Mietpreis im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes. Er gilt primär für Altbau-Mietverträge, die zwischen 1982 und 1994 abgeschlossen wurden, und legt die Miethöhe pro Quadratmeter basierend auf der Ausstattung des Objekts fest.
- [Kaution](https://hey-franz.com/lexikon/kaution) – Die Kaution ist eine Sicherheitsleistung, die Mieter bei Mietbeginn an den Vermieter zahlen. Sie dient zur Absicherung von Ansprüchen aus dem Mietverhältnis, wie etwa Mietrückständen oder Schäden an der Wohnung. In Österreich ist die Höhe meist auf drei bis sechs Bruttomonatsmieten begrenzt.
- [Kleinreparaturklauseln](https://hey-franz.com/lexikon/kleinreparaturklauseln) – In Österreich sind Kleinreparaturklauseln im Mietrecht nur sehr eingeschränkt wirksam. Während im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) der Vermieter für die Erhaltung zuständig ist, dürfen Mieter vertraglich nur zur Behebung von Bagatellschäden an häufig genutzten Teilen wie Dichtungen oder Glühbirnen verpflichtet werden. Eine pauschale Kostenübernahme für größere Reparaturen durch den Mieter ist meist unzulässig.
- [Kleinunternehmerregelung](https://hey-franz.com/lexikon/kleinunternehmerregelung) – Die Kleinunternehmerregelung befreit Unternehmer mit einem Jahresumsatz von bis zu 35.000 Euro von der Umsatzsteuerpflicht. In der Immobilienwirtschaft bedeutet dies, dass auf Mieten keine Umsatzsteuer aufgeschlagen wird, im Gegenzug jedoch kein Vorsteuerabzug für Sanierungen oder Käufe möglich ist.
- [Konsumentenschutzgesetz](https://hey-franz.com/lexikon/konsumentenschutzgesetz) – Das Konsumentenschutzgesetz (KSchG) schützt Privatpersonen bei Immobiliengeschäften mit gewerblichen Anbietern wie Maklern, Bauträgern oder Vermietern. Es gleicht das Machtgefälle aus, indem es etwa Rücktrittsrechte bei Haustürgeschäften sichert und unfaire Klauseln in Miet- oder Kaufverträgen verbietet.
- [Kontopfändung](https://hey-franz.com/lexikon/kontopfandung) – Bei einer Kontopfändung wird das Bankguthaben eines Schuldners durch einen gerichtlichen Beschluss gesperrt, um offene Forderungen zu begleichen. Die Bank darf dann keine Auszahlungen mehr an den Kontoinhaber leisten, sondern muss das Geld unter Beachtung des Existenzminimums an den Gläubiger abführen.
- [Kopfquote](https://hey-franz.com/lexikon/kopfquote) – Die Kopfquote bezeichnet die Verteilung von Kosten oder Ressourcen auf die Anzahl der beteiligten Personen. In der Immobilienwirtschaft wird sie häufig bei der Betriebskostenabrechnung genutzt, um bestimmte Ausgaben wie Müllgebühren nach der tatsächlichen Anzahl der Bewohner statt nach Quadratmetern aufzuteilen.
- [KSV-Auskunft](https://hey-franz.com/lexikon/ksv-auskunft) – Die KSV-Auskunft ist ein Bonitätsnachweis des Kreditschutzverbandes von 1870, der Informationen über die finanzielle Zuverlässigkeit einer Person enthält. Vermieter und Banken nutzen diesen Auszug in Österreich, um das Risiko von Zahlungsausfällen bei Mietverträgen oder Krediten einzuschätzen.
- [Kündigungsantrag](https://hey-franz.com/lexikon/kundigungsantrag) – Ein Kündigungsantrag ist ein gerichtlicher Antrag, mit dem ein Vermieter beim zuständigen Bezirksgericht die Beendigung eines Mietverhältnisses einleitet. Dieses Verfahren ist im österreichischen Mietrechtsgesetz (MRG) für befristete Verträge oder bei Vorliegen wichtiger Kündigungsgründe vorgesehen.
- [Kündigungsfrist](https://hey-franz.com/lexikon/kundigungsfrist) – Die Kündigungsfrist bezeichnet den Zeitraum, der zwischen dem Ausspruch einer Kündigung und der tatsächlichen Beendigung des Mietverhältnisses liegen muss. Im österreichischen Mietrechtsgesetz (MRG) beträgt sie für Mieter meist ein Monat, bei befristeten Verträgen nach Ablauf eines Jahres drei Monate.
- [Kündigungsgrund](https://hey-franz.com/lexikon/kundigungsgrund) – Ein Kündigungsgrund ist ein rechtlich anerkannter Anlass, der den Vermieter dazu berechtigt, einen Mietvertrag einseitig zu beenden. Da das Mietrechtsgesetz (MRG) Mieter besonders schützt, muss der Vermieter wichtige Gründe wie Eigenbedarf, erhebliche Mietzinsrückstände oder unleidliches Verhalten nachweisen.
- [Kündigungsgründe](https://hey-franz.com/lexikon/kundigungsgrunde) – Kündigungsgründe sind rechtlich anerkannte Ursachen, die eine Beendigung des Mietverhältnisses durch den Vermieter rechtfertigen. Im österreichischen Mietrechtsgesetz (MRG) sind diese streng geregelt, wie etwa Eigenbedarf, erhebliche Nachteiligkeit oder qualifizierter Mietzinsrückstand.
- [Kündigungsklage](https://hey-franz.com/lexikon/kundigungsklage) – Die Kündigungsklage ist ein gerichtliches Verfahren, mit dem ein Vermieter die Räumung einer Immobilie erzwingt, wenn der Mieter einer Kündigung widerspricht oder trotz Vertragsende nicht auszieht. Das zuständige Bezirksgericht prüft dabei, ob die Kündigungsgründe nach dem Mietrechtsgesetz (MRG) rechtmäßig sind.
- [Kündigungsschutz](https://hey-franz.com/lexikon/kundigungsschutz) – Der Kündigungsschutz im österreichischen Mietrecht beschränkt das Recht des Vermieters, einen Mietvertrag einseitig zu beenden. Im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) ist eine Kündigung nur gerichtlich und bei Vorliegen wichtiger Gründe, wie etwa Eigenbedarf, zulässig.
- [Kündigungstermin](https://hey-franz.com/lexikon/kundigungstermin) – Der Kündigungstermin ist der Zeitpunkt, an dem ein Mietverhältnis rechtlich endet. Er darf nicht mit der Kündigungsfrist verwechselt werden, die den Zeitraum zwischen dem Aussprechen der Kündigung und dem Vertragsende beschreibt. Im österreichischen Mietrechtsgesetz (MRG) ist dies oft der Monatsletzte.

### L

- [Lageabschlag](https://hey-franz.com/lexikon/lageabschlag) – Ein Lageabschlag mindert den Richtwertmietzins einer Wohnung, wenn deren Lage schlechter als der Durchschnitt ist. Er wird in Österreich im Rahmen des Mietrechtsgesetzes (MRG) fällig, wenn Faktoren wie Lärmbelastung oder eine mangelhafte Infrastruktur den Wohnwert mindern.
- [Lagezuschlag](https://hey-franz.com/lexikon/lagezuschlag) – Der Lagezuschlag ist ein finanzieller Aufschlag auf den Richtwertmietzins im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG). Er ist zulässig, wenn die Wohnumgebung einer Immobilie nachweislich besser als die durchschnittliche Lage ist. Die Kriterien dafür müssen dem Mieter schriftlich bekanntgegeben werden.
- [Leerstandskosten](https://hey-franz.com/lexikon/leerstandskosten) – Leerstandskosten sind Ausgaben für eine Immobilie, die anfallen, obwohl keine Mieteinnahmen erzielt werden. Dazu gehören fixe Betriebskosten wie Grundsteuer, Versicherung und Heizung sowie Instandhaltungskosten. In Österreich können zudem länderspezifische Leerstandsabgaben die finanzielle Belastung für Eigentümer weiter erhöhen.
- [Liebhaberei](https://hey-franz.com/lexikon/liebhaberei) – Liebhaberei bezeichnet eine Tätigkeit, wie etwa die Vermietung einer Immobilie, die ohne langfristige Absicht auf Gewinnerzielung ausgeübt wird. Da das Finanzamt solche Aktivitäten als privates Hobby einstuft, können entstandene Verluste steuerlich nicht mit anderen Einkünften verrechnet werden.
- [Liebhaberei-Regelung](https://hey-franz.com/lexikon/liebhaberei-regelung) – Die Liebhaberei-Regelung bezeichnet im österreichischen Steuerrecht Tätigkeiten, die ohne langfristige Gewinnerzielungsabsicht aus persönlichen Neigungen ausgeübt werden. Da kein Gesamtgewinn zu erwarten ist, dürfen Verluste daraus nicht mit anderen Einkünften gegengerechnet werden, um die Steuerlast zu senken. Besonders bei der Vermietung von Immobilien prüft das Finanzamt mittels einer Prognoserechnung, ob innerhalb eines bestimmten Zeitraums ein Überschuss erzielt werden kann.
- [Listenhunde](https://hey-franz.com/lexikon/listenhunde) – Als Listenhunde werden Hunderassen bezeichnet, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften der Bundesländer als potenziell gefährlich eingestuft sind. Für die Haltung in einer Immobilie gelten oft verschärfte Auflagen wie eine Hundeführscheinpflicht oder die Zustimmung des Vermieters.

### M

- [Maklergesetz](https://hey-franz.com/lexikon/maklergesetz) – Das Maklergesetz (MaklerG) regelt in Österreich die Rechte und Pflichten zwischen Immobilienmaklern und ihren Auftraggebern. Es legt wichtige Rahmenbedingungen wie den Provisionsanspruch, Aufklärungspflichten und Haftungsregeln fest, um einen fairen Ablauf der Vermittlung zu gewährleisten.
- [Mietausfallversicherung](https://hey-franz.com/lexikon/mietausfallversicherung) – Die Mietausfallversicherung schützt Vermieter vor finanziellen Verlusten, wenn Mieter die Miete nicht zahlen oder die Immobilie beschädigt hinterlassen. Sie deckt je nach Vertrag Mietrückstände, Nebenkosten sowie Sanierungskosten ab und ist steuerlich als Werbungskosten absetzbar.
- [Mietdauer](https://hey-franz.com/lexikon/mietdauer) – Die Mietdauer bezeichnet den Zeitraum, in dem ein Mietverhältnis besteht. In Österreich können Verträge unbefristet oder befristet abgeschlossen werden, wobei bei Wohnungsmieten im Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) eine Mindestbefrist von fünf Jahren gesetzlich vorgeschrieben ist.
- [Mieteingänge](https://hey-franz.com/lexikon/mieteingange) – Mieteingänge bezeichnen die tatsächlichen Zahlungen, die ein Vermieter von seinen Mietern für die Nutzung eines Objekts erhält. Sie umfassen in der Regel den Hauptmietzins sowie die Betriebskosten und sind die zentrale Basis für die Liquidität und Wirtschaftlichkeit einer Immobilie.
- [Mieten-Wertsicherungsgesetzes](https://hey-franz.com/lexikon/mieten-wertsicherungsgesetzes) – Das Mieten-Wertsicherungsgesetz (MieWeG) begrenzt seit 2026 die jährliche Erhöhung von Wohnungsmieten in Österreich. Es legt fest, dass Mieten nur noch am 1. April angepasst werden dürfen, wobei Steigerungen über 3 % nur zur Hälfte an Mieter weitergegeben werden dürfen.
- [Mieterrechtsorganisation](https://hey-franz.com/lexikon/mieterrechtsorganisation) – Eine Mieterrechtsorganisation ist ein Zusammenschluss zur Interessenvertretung von Mietern. In Österreich bieten Vereine wie die Mietervereinigung oder der Mieterschutzverband ihren Mitgliedern Rechtsberatung und Unterstützung bei Konflikten um Betriebskosten, Mieten oder Kündigungen.
- [Mietkaution](https://hey-franz.com/lexikon/mietkaution) – Die Mietkaution ist eine finanzielle Sicherheitsleistung, die Mieter bei Mietbeginn an den Vermieter leisten. Sie dient zur Absicherung von Forderungen wie Mietrückständen oder Schäden an der Wohnung und darf laut Mietrechtsgesetz (MRG) maximal sechs Bruttomonatsmieten betragen.
- [Mietobjekt](https://hey-franz.com/lexikon/mietobjekt) – Ein Mietobjekt ist eine Immobilie oder ein Teil davon, der gegen ein vereinbartes Entgelt (Mietzins) zur Nutzung überlassen wird. In Österreich kann dies eine Wohnung, ein Haus, ein Geschäftsraum oder ein Grundstück sein, wobei rechtlich oft das Mietrechtsgesetz (MRG) Anwendung findet.
- [Mietrecht](https://hey-franz.com/lexikon/mietrecht) – Das Mietrecht regelt die Rechte und Pflichten zwischen Vermietern und Mietern. In Österreich ist es vor allem im Mietrechtsgesetz (MRG) und im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) verankert. Es umfasst wichtige Bestimmungen zu Mietzinsobergrenzen, Kündigungsschutz und Erhaltungspflichten.
- [Mietrechtsgesetz](https://hey-franz.com/lexikon/mietrechtsgesetz) – Das Mietrechtsgesetz (MRG) ist das zentrale österreichische Bundesgesetz zur Regelung von Mietverhältnissen bei Wohnungen und Geschäftsräumen. Es schützt Mieter durch Bestimmungen zu Mietzinsobergrenzen, strengem Kündigungsschutz und klaren Regeln für die Erhaltung des Objekts.
- [Mietverhältnis](https://hey-franz.com/lexikon/mietverhaltnis) – Ein Mietverhältnis ist eine vertragliche Beziehung, bei der ein Vermieter dem Mieter ein Objekt zur Nutzung überlässt und dieser im Gegenzug einen Mietzins zahlt. In Österreich unterliegen viele Wohnungsmieten dem Mietrechtsgesetz (MRG), das besondere Schutzrechte und Preisobergrenzen regelt.
- [Mietvorschreibungen](https://hey-franz.com/lexikon/mietvorschreibungen) – Die Mietvorschreibung ist eine monatliche Zahlungsaufforderung der Hausverwaltung oder des Vermieters an den Mieter. Sie setzt sich meist aus dem Hauptmietzins, den Betriebskostenakonti, etwaigen Heizkosten und der Umsatzsteuer zusammen und dient als Grundlage für die laufende Mietzahlung.
- [Mietzins](https://hey-franz.com/lexikon/mietzins) – Der Mietzins ist das Entgelt, das Mieter dem Vermieter für die Überlassung einer Immobilie zahlen. Er setzt sich in Österreich meist aus dem Hauptmietzins, den Betriebskosten und der Umsatzsteuer zusammen. Die zulässige Höhe wird oft durch das Mietrechtsgesetz (MRG) geregelt.
- [Mietzinsbegrenzung](https://hey-franz.com/lexikon/mietzinsbegrenzung) – Die Mietzinsbegrenzung bezeichnet gesetzliche Regelungen, die die Höhe des Mietzinses oder dessen Steigerung deckeln. In Österreich betrifft dies vor allem Wohnungen im Mietrechtsgesetz (MRG), etwa durch Richtwerte, Kategorien oder die neue Mietpreisbremse bei Wertsicherungen.
- [Mietzinsminderung](https://hey-franz.com/lexikon/mietzinsminderung) – Die Mietzinsminderung ist das Recht von Mietern, die Miete vorübergehend zu reduzieren, wenn das Mietobjekt durch Mängel nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar ist. Gemäß Allgemeinem Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) steht dieser Anspruch ab Bekanntgabe des Mangels bis zu dessen Behebung zu.
- [Mietzinsreserve](https://hey-franz.com/lexikon/mietzinsreserve) – Die Mietzinsreserve bezeichnet im österreichischen Mietrecht jene Beträge, die bei Gebäuden im Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) aus den Mieteinnahmen für künftige Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten angespart werden müssen. Sie dient der langfristigen Instandhaltung des Hauses.
- [Mietzinsrückstand](https://hey-franz.com/lexikon/mietzinsruckstand) – Ein Mietzinsrückstand entsteht, wenn ein Mieter die vereinbarte Miete nicht fristgerecht oder unvollständig bezahlt. In Österreich berechtigt ein qualifizierter Rückstand den Vermieter gemäß Mietrechtsgesetz (MRG) zur Mahnung, Kündigung oder Einbringung einer Räumungsklage.
- [Mietzinsrückstände](https://hey-franz.com/lexikon/mietzinsruckstande) – Ein Mietzinsrückstand entsteht, wenn Mieter die vereinbarte Miete nicht fristgerecht oder unvollständig bezahlen. In Österreich berechtigt ein qualifizierter Rückstand den Vermieter gemäß Mietrechtsgesetz (MRG) oder ABGB zur Mietzins- und Räumungsklage sowie zur Kündigung des Mietvertrags.
- [Mietzinsvereinbarung](https://hey-franz.com/lexikon/mietzinsvereinbarung) – Die Mietzinsvereinbarung ist die vertragliche Einigung zwischen Vermieter und Mieter über die Höhe des Entgelts für die Nutzung eines Objekts. In Österreich unterliegt sie je nach Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) freien Vereinbarungen oder gesetzlichen Preisobergrenzen wie dem Richtwertmietzins.
- [Mietzinsvorschreibung](https://hey-franz.com/lexikon/mietzinsvorschreibung) – Die Mietzinsvorschreibung ist die monatliche Zahlungsaufforderung des Vermieters oder der Hausverwaltung an den Mieter. Sie schlüsselt detailliert auf, wie sich der zu zahlende Gesamtbetrag aus Hauptmietzins, Betriebskosten, etwaigen Akonti für Heizung/Warmwasser und der Umsatzsteuer zusammensetzt.
- [Mindestdauer](https://hey-franz.com/lexikon/mindestdauer) – Die Mindestdauer bezeichnet im österreichischen Mietrecht die gesetzlich vorgeschriebene Zeitspanne, die ein befristeter Mietvertrag mindestens umfassen muss. Gemäß Mietrechtsgesetz (MRG) beträgt diese für Wohnungen einheitlich fünf Jahre. Eine Unterschreitung dieser Frist führt dazu, dass der Vertrag unter Umständen rechtlich als unbefristet gilt.
- [Mindestlaufzeit](https://hey-franz.com/lexikon/mindestlaufzeit) – Die Mindestlaufzeit bezeichnet den Zeitraum, für den ein Vertrag fest abgeschlossen wird und in dem eine ordentliche Kündigung ausgeschlossen ist. Im österreichischen Mietrecht beträgt diese bei befristeten Wohnungsmietverträgen gesetzlich ein Jahr, wobei Mieter erst nach Ablauf dieses Jahres unter Einhaltung einer dreimonatigen Frist kündigen können.
- [Möbelmiete](https://hey-franz.com/lexikon/mobelmiete) – Die Möbelmiete bezeichnet die entgeltliche Überlassung von Einrichtungsgegenständen. In der Immobilienwirtschaft wird sie meist als Möblierungszuschlag zusätzlich zum Mietzins für die Wohnung vereinbart, wobei dieser Zuschlag im Anwendungsbereich des MRG angemessen sein muss.
- [MRG](https://hey-franz.com/lexikon/mrg) – Das Mietrechtsgesetz (MRG) ist das zentrale Gesetz in Österreich, das die Vermietung von Wohnungen und Geschäftsräumen regelt. Es bietet Mietern besonderen Schutz, etwa durch Preisobergrenzen (Richtwertzins) und einen starken Kündigungsschutz, sofern das Gebäude in den Vollanwendungsbereich fällt.
- [MRG-Logik](https://hey-franz.com/lexikon/mrg-logik) – Die MRG-Logik beschreibt das System zur Einteilung von Mietverhältnissen in den Vollanwendungsbereich, Teilanwendungsbereich oder die Vollausnahme des Mietrechtsgesetzes. Sie bestimmt, ob gesetzliche Schutzbestimmungen wie der Mietzinsbildungsschutz oder der Kündigungsschutz für eine Immobilie gelten.

### N

- [Nachfrist](https://hey-franz.com/lexikon/nachfrist) – Die Nachfrist ist ein zusätzlicher Zeitraum, den ein Vertragspartner dem anderen gewährt, um eine fällige Leistung – wie die Kaufpreiszahlung oder Wohnungsübergabe – doch noch zu erbringen. Sie ist im ABGB geregelt und meist Voraussetzung, um bei Verzug rechtswirksam vom Vertrag zurückzutreten.
- [Nebenkostenpauschale](https://hey-franz.com/lexikon/nebenkostenpauschale) – Die Nebenkostenpauschale ist ein vertraglich vereinbarter Fixbetrag, mit dem sämtliche Betriebskosten einer Immobilie abgegolten werden. Im Gegensatz zur Vorauszahlung erfolgt hier keine jährliche Abrechnung, wodurch weder Nachzahlungen noch Rückerstattungen anfallen. In Österreich ist dieses Modell vor allem bei der Vermietung von Einzelzimmern oder im freien Mietzins üblich.
- [Nettoabrechnung](https://hey-franz.com/lexikon/nettoabrechnung) – Die Nettoabrechnung bezeichnet in der österreichischen Immobilienwirtschaft die Verrechnung von Betriebskosten ohne Umsatzsteuer. Sie kommt zur Anwendung, wenn der Vermieter nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist oder unecht steuerbefreite Umsätze vorliegen, sodass die Bruttobeträge als Basis dienen.
- [Nettomiete](https://hey-franz.com/lexikon/nettomiete) – Die Nettomiete, oft auch als Hauptmietzins bezeichnet, ist das Entgelt für die reine Nutzung der Wohnräume. Sie enthält keine Betriebskosten, Heizkosten oder die gesetzliche Umsatzsteuer. Gemeinsam mit diesen zusätzlichen Kostenbestandteilen bildet sie die monatliche Bruttomiete.
- [Nettoschwelle](https://hey-franz.com/lexikon/nettoschwelle) – Die Nettoschwelle bezeichnet im österreichischen Immobilienwesen jenen Punkt, an dem die Mieteinnahmen nach Abzug aller Betriebskosten und Steuern die laufenden Ausgaben decken. Sie dient als wichtiger Indikator für die Rentabilität einer Immobilie, um den tatsächlichen Cashflow ohne Verzerrung durch die Umsatzsteuer zu beurteilen. Erst bei Überschreiten dieser Schwelle erzielt der Eigentümer einen realen Gewinn aus der Vermietung.
- [Neubaumietwohnungen](https://hey-franz.com/lexikon/neubaumietwohnungen) – Neubaumietwohnungen sind Wohnobjekte in Gebäuden, die nach dem 8. Mai 1945 neu errichtet wurden. Im österreichischen Mietrecht unterliegen sie meist dem Angemessenen Mietzins oder der freien Vereinbarung, da sie nicht oder nur teilweise in den strengen Preisregeln des Mietrechtsgesetzes (MRG) liegen.
- [Nichtanwendung](https://hey-franz.com/lexikon/nichtanwendung) – In der österreichischen Immobilienwirtschaft bezeichnet die Nichtanwendung den Umstand, dass bestimmte gesetzliche Regelungen – wie etwa das Mietrechtsgesetz (MRG) – für ein Objekt gar nicht gelten. Dies betrifft vor allem Neubauten oder Ein- und Zweifamilienhäuser, die dem freien Markt unterliegen.
- [Nichtanwendungsbereich](https://hey-franz.com/lexikon/nichtanwendungsbereich) – Der Nichtanwendungsbereich bezeichnet Situationen oder Objekte, die ausdrücklich von den Regelungen eines Gesetzes ausgenommen sind. Im österreichischen Mietrecht fallen darunter etwa Objekte, die nicht dem Mietrechtsgesetz (MRG) unterliegen, wodurch Vereinbarungen weitgehend frei getroffen werden können.
- [normale Abnützung](https://hey-franz.com/lexikon/normale-abnutzung) – Unter normaler Abnützung versteht man jene Verschlechterung des Zustands einer Immobilie, die durch den gewöhnlichen, vertragsgemäßen Gebrauch entsteht. Solche Spuren, wie etwa leichte Kratzer im Parkett oder Abdrücke von Möbeln, sind durch den Mietzins abgegolten und müssen vom Mieter nicht behoben werden.
- [Nutzfläche](https://hey-franz.com/lexikon/nutzflache) – Die Nutzfläche umfasst alle Bodenflächen eines Gebäudes, die einer spezifischen Nutzung dienen, wie etwa Wohnen, Arbeiten oder Lagern. Im österreichischen Mietrechtsgesetz (MRG) ist sie die gesamte Bodenfläche abzüglich der Wandstärken sowie der Durchbrüche und Aussparungen.

### O

- [OGH](https://hey-franz.com/lexikon/ogh) – Der Oberste Gerichtshof (OGH) ist die höchste Instanz in Zivil- und Strafsachen in Österreich. Er sorgt für eine einheitliche Rechtsprechung und klärt grundlegende Rechtsfragen, etwa bei Streitigkeiten im Mietrecht oder Wohnungseigentumsgesetz, gegen dessen Urteile kein Rechtsmittel mehr möglich ist.
- [OIB-Richtlinie 6](https://hey-franz.com/lexikon/oib-richtlinie-6) – Die OIB-Richtlinie 6 legt verbindliche Mindestanforderungen an die Energieeinsparung und den Wärmeschutz von Gebäuden in Österreich fest. Sie regelt unter anderem die Dämmung der Gebäudehülle sowie die Effizienz von Heizungsanlagen und ist die zentrale Grundlage für die Erstellung des Energieausweises.
- [ordentliche Kündigung](https://hey-franz.com/lexikon/ordentliche-kundigung) – Die ordentliche Kündigung ist die einseitige Beendigung eines Mietverhältnisses unter Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist. Während Mieter meist ohne Angabe von Gründen kündigen können, benötigen Vermieter im Anwendungsbereich des MRG einen wichtigen Grund.

### P

- [Pauschalmiete](https://hey-franz.com/lexikon/pauschalmiete) – Die Pauschalmiete ist ein Mietmodell, bei dem ein fixer Gesamtbetrag vereinbart wird, der neben dem Hauptmietzins bereits alle Betriebskosten enthält. Es erfolgt keine jährliche Abrechnung über den tatsächlichen Verbrauch, wodurch Nachzahlungen entfallen. Im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) ist diese Form jedoch nur eingeschränkt zulässig.

### R

- [Räumungsklage](https://hey-franz.com/lexikon/raumungsklage) – Die Räumungsklage ist ein gerichtliches Verfahren, mit dem ein Vermieter die Räumung und Übergabe einer Immobilie erzwingt, wenn der Mieter trotz Ende des Mietverhältnisses nicht auszieht. Sie wird beim zuständigen Bezirksgericht eingebracht und führt bei Erfolg zu einem Exekutionstitel.
- [Räumungsschutz](https://hey-franz.com/lexikon/raumungsschutz) – Der Räumungsschutz ist eine rechtliche Maßnahme, die eine zwangsweise Räumung einer Immobilie zeitlich aufschiebt oder verhindert. Er dient dazu, unzumutbare Härten für Mieter – wie drohende Obdachlosigkeit oder schwere Krankheit – abzuwenden, sofern die Interessen des Vermieters nicht überwiegen.
- [Rechtsprechung](https://hey-franz.com/lexikon/rechtsprechung) – Unter Rechtsprechung (Judikative) versteht man die Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten durch unabhängige Gerichte. In der österreichischen Immobilienwirtschaft konkretisiert sie abstrakte Gesetze, wie das Mietrechtsgesetz (MRG), durch verbindliche Urteile und schafft so Rechtssicherheit.
- [Rechtsstreit](https://hey-franz.com/lexikon/rechtsstreit) – Ein Rechtsstreit ist eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen zwei oder mehreren Parteien über ein bestehendes Rechtsverhältnis. In der Immobilienwirtschaft entstehen solche Verfahren häufig bei Unstimmigkeiten über Mieten, Betriebskosten oder Baumängel und enden meist mit einem Urteil oder einem Vergleich.
- [Regress](https://hey-franz.com/lexikon/regress) – Unter Regress versteht man den rechtlichen Rückgriff auf einen Dritten, um entstandene Kosten oder Schadensersatzzahlungen zurückzufordern. In der Immobilienwirtschaft tritt dies häufig auf, wenn eine Versicherung einen Schaden reguliert, sich das Geld aber vom eigentlichen Verursacher zurückholt.
- [Rendite](https://hey-franz.com/lexikon/rendite) – Die Rendite bezeichnet den jährlichen Ertrag einer Immobilieninvestition im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und wird in Prozent angegeben. In Österreich unterscheidet man meist zwischen der Bruttorendite (Jahresmiete zu Kaufpreis) und der Nettorendite, die auch Kaufnebenkosten und Instandhaltungen berücksichtigt.
- [Richtwert](https://hey-franz.com/lexikon/richtwert) – Der Richtwert ist ein gesetzlich festgelegter Betrag pro Quadratmeter, der als Basis für die Berechnung des Hauptmietzinses in Österreich dient. Er kommt vor allem bei Wohnungen zur Anwendung, die dem Mietrechtsgesetz (MRG) unterliegen, und wird je nach Bundesland sowie Ausstattung der Wohnung durch Zu- oder Abschläge angepasst.
- [Richtwertgesetz](https://hey-franz.com/lexikon/richtwertgesetz) – Das Richtwertgesetz regelt in Österreich die Berechnung der Mietzinsobergrenzen für Altbauwohnungen, die dem Mietrechtsgesetz unterliegen. Es definiert den Richtwert als Basisbetrag pro Quadratmeter für eine standardisierte Normwohnung in jedem Bundesland. Durch Zu- und Abschläge für Lage oder Ausstattung wird daraus der rechtlich zulässige Hauptmietzins ermittelt.
- [Richtwertmiete](https://hey-franz.com/lexikon/richtwertmiete) – Die Richtwertmiete ist ein gesetzlich gedeckelter Mietzins, der in Österreich vor allem für Altbauwohnungen im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) gilt. Die Basis bildet ein je nach Bundesland festgelegter Richtwert pro Quadratmeter, der durch individuelle Zuschläge und Abschläge an die Ausstattung und Lage der Wohnung angepasst wird.
- [Richtwertmietzins](https://hey-franz.com/lexikon/richtwertmietzins) – Der Richtwertmietzins ist eine gesetzliche Mietpreisbegrenzung in Österreich, die für viele Altbauwohnungen und geförderte Neubauten gilt. Er basiert auf einem je nach Bundesland festgelegten Basiswert für eine Normwohnung, der durch Zuschläge und Abschläge individuell angepasst wird.
- [Rückbauverpflichtung](https://hey-franz.com/lexikon/ruckbauverpflichtung) – Die Rückbauverpflichtung verpflichtet Mieter oder Pächter, am Ende der Vertragslaufzeit bauliche Änderungen auf eigene Kosten zu entfernen. Das Objekt muss im ursprünglichen Zustand an den Eigentümer übergeben werden, sofern keine abweichende Vereinbarung im Mietvertrag getroffen wurde.

### S

- [Schadenersatzforderungen](https://hey-franz.com/lexikon/schadenersatzforderungen) – Schadenersatzforderungen sind rechtliche Ansprüche auf Ausgleich eines erlittenen Schadens, der durch eine andere Person verursacht wurde. In der Immobilienwirtschaft können diese etwa bei Baumängeln, Mietverzug oder Sachbeschädigung entstehen. Ziel ist die Wiedergutmachung, meist durch Geldzahlung, gemäß den Bestimmungen des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB).
- [Schlichtungsstelle](https://hey-franz.com/lexikon/schlichtungsstelle) – Eine Schlichtungsstelle ist eine neutrale Einrichtung zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten, etwa im Miet- oder Wohnungseigentumsrecht. In Österreich sind sie oft bei Gemeinden eingerichtet, um kostengünstige Einigungen bei Themen wie Miethöhe oder Betriebskosten zu erzielen.
- [Schlüsselübergabe](https://hey-franz.com/lexikon/schlusselubergabe) – Die Schlüsselübergabe bezeichnet den formellen Akt, bei dem der Käufer oder Mieter die physische Verfügungsgewalt über eine Immobilie erhält. Mit der Aushändigung der Schlüssel gehen meist auch Gefahr, Nutzen und Lasten sowie die Verantwortung für das Objekt auf den neuen Besitzer über.
- [Schönheitsreparaturen](https://hey-franz.com/lexikon/schonheitsreparaturen) – Schönheitsreparaturen umfassen einfache Maler- und Tapezierarbeiten zur Behebung gewöhnlicher Abnutzungsspuren, wie das Streichen von Wänden, Decken oder Heizkörpern. In Österreich ist laut Mietrechtsgesetz (MRG) grundsätzlich der Vermieter für die Erhaltung zuständig. Eine Überwälzung dieser Pflicht auf Mieter ist oft nur bei individueller Vereinbarung wirksam.
- [Solidarhaftung](https://hey-franz.com/lexikon/solidarhaftung) – Die Solidarhaftung bedeutet, dass mehrere Personen gemeinsam für eine gesamte Schuld haften. Ein Gläubiger kann sich aussuchen, von welchem Mitschuldner er den vollen Betrag fordert, wobei die Zahlung eines Partners alle anderen befreit. Im Innenverhältnis erfolgt danach meist ein Regress.
- [Staffelmieten](https://hey-franz.com/lexikon/staffelmieten) – Bei einer Staffelmiete wird bereits im Mietvertrag schriftlich festgelegt, dass sich der Mietzins zu bestimmten Zeitpunkten automatisch um einen konkreten Betrag erhöht. In Österreich bietet dies Planungssicherheit, da weitere Erhöhungen (z. B. wegen Wertsicherung) während der Laufzeit ausgeschlossen sind. Die gesetzlichen Mietzinsobergrenzen des Mietrechtsgesetzes (MRG) müssen dabei jedoch stets eingehalten werden.

### T

- [Teilanwendung](https://hey-franz.com/lexikon/teilanwendung) – Die Teilanwendung beschreibt im österreichischen Mietrechtsgesetz (MRG), dass nur bestimmte gesetzliche Schutzbestimmungen für ein Mietverhältnis gelten. Dies betrifft vor allem frei finanzierte Neubauten oder bestimmte Dachbodenausbauten, bei denen zwar der Kündigungsschutz, aber nicht die strengen Mietzinsbeschränkungen zur Anwendung kommen.
- [Teilanwendungsbereich](https://hey-franz.com/lexikon/teilanwendungsbereich) – Der Teilanwendungsbereich bezeichnet Mietverhältnisse, auf die nur bestimmte Schutzbestimmungen des Mietrechtsgesetzes (MRG) Anwendung finden, wie etwa der Kündigungsschutz. Er betrifft vor allem frei finanzierte Neubauten oder Dachbodenausbauten, bei denen die strengen Regeln zur Mietzinsobergrenze nicht gelten.

### U

- [Übergabeprotokoll](https://hey-franz.com/lexikon/ubergabeprotokoll) – Das Übergabeprotokoll dokumentiert schriftlich den genauen Zustand einer Immobilie bei der Übergabe zwischen Mieter und Vermieter oder Käufer und Verkäufer. Es hält Mängel, Zählerstände und die Anzahl der Schlüssel fest, um spätere Streitigkeiten über Schäden rechtlich abzusichern.
- [Übergabeprotokolle](https://hey-franz.com/lexikon/ubergabeprotokolle) – Ein Übergabeprotokoll dokumentiert schriftlich den genauen Zustand einer Immobilie zum Zeitpunkt der Schlüsselübergabe. Es hält Mängel, Zählerstände und die Anzahl der Schlüssel fest, um spätere Beweisprobleme zwischen Vermieter und Mieter oder Käufer und Verkäufer zu vermeiden.
- [Umlagefähige Kosten](https://hey-franz.com/lexikon/umlagefahige-kosten) – Umlagefähige Kosten sind jene Betriebskosten, die ein Vermieter laut Mietrechtsgesetz (MRG) oder Vereinbarung rechtmäßig an die Mieter weitergeben darf. Dazu zählen etwa Ausgaben für Wasser, Müllabfuhr, Versicherung oder die Hausreinigung. Nicht umlagefähig sind hingegen Kosten für die Instandhaltung des Gebäudes oder die Hausverwaltung.
- [umlegbar](https://hey-franz.com/lexikon/umlegbar) – In der österreichischen Immobilienwirtschaft bedeutet umlegbar, dass bestimmte Kosten vom Vermieter rechtlich zulässig an die Mieter weitergegeben werden dürfen. Dies betrifft vor allem Betriebskosten gemäß Mietrechtsgesetz (MRG), die über die monatliche Abrechnung auf die Mietparteien verteilt werden.
- [Umsatzsteuer](https://hey-franz.com/lexikon/umsatzsteuer) – Die Umsatzsteuer ist eine Verbrauchssteuer, die auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen erhoben wird. Während Unternehmen sie als „Durchlaufposten“ an das Finanzamt abführen, wird sie wirtschaftlich vom Endverbraucher getragen. In Österreich beträgt der Regelsatz meist 20 %.
- [umsatzsteuerbefreit](https://hey-franz.com/lexikon/umsatzsteuerbefreit) – In der österreichischen Immobilienwirtschaft bedeutet umsatzsteuerbefreit, dass auf Mieten oder Immobilienverkäufe keine 20 % Umsatzsteuer aufgeschlagen werden. Da Vermieter in diesem Fall meist keine Vorsteuer abziehen können (unechte Befreiung), wird bei Geschäftsräumen oft zur Steuerpflicht optiert.
- [Umsatzsteuergrenzen](https://hey-franz.com/lexikon/umsatzsteuergrenzen) – Umsatzsteuergrenzen definieren finanzielle Schwellenwerte, ab denen Vermieter oder Immobilienunternehmer zur Verrechnung der Umsatzsteuer verpflichtet sind. In Österreich liegt die wichtigste Grenze für die Kleinunternehmerregelung ab 2025 bei 55.000 Euro Jahresumsatz. Werden diese Werte überschritten, entfällt die Steuerbefreiung und die Umsatzsteuer muss an das Finanzamt abgeführt werden.
- [unbefristet](https://hey-franz.com/lexikon/unbefristet) – Ein unbefristet abgeschlossener Mietvertrag oder Arbeitsvertrag hat kein festgelegtes Enddatum und läuft auf unbestimmte Zeit. Das Rechtsverhältnis endet erst durch eine aktive Kündigung unter Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglichen Fristen oder durch einen einvernehmlichen Auflösungsvertrag.
- [unecht steuerbefreit](https://hey-franz.com/lexikon/unecht-steuerbefreit) – Bei der unechten Steuerbefreiung entfällt die Umsatzsteuer auf Mieteinnahmen oder Immobilienverkäufe, jedoch verliert der Unternehmer gleichzeitig das Recht auf den Vorsteuerabzug. Dies betrifft in Österreich vor allem Kleinunternehmer sowie Vermieter von Wohnraum ohne Optierung zur Steuer.
- [unecht umsatzsteuerbefreit](https://hey-franz.com/lexikon/unecht-umsatzsteuerbefreit) – Unecht umsatzsteuerbefreit bedeutet, dass auf Verkäufe oder Vermietungen keine Umsatzsteuer aufgeschlagen wird, der Unternehmer im Gegenzug aber keine Vorsteuer für eigene Ausgaben vom Finanzamt zurückerhält. Dies betrifft in Österreich vor allem Kleinunternehmer sowie private Grundstücksverkäufe.
- [unleidlichem Verhalten](https://hey-franz.com/lexikon/unleidlichem-verhalten) – Unleidliches Verhalten ist ein Kündigungsgrund gemäß § 30 Abs 2 Z 3 MRG, wenn ein Mieter durch grob ungehöriges Verhalten das Zusammenwohnen mit anderen Hausbewohnern unzumutbar macht. Dazu zählen etwa massive Lärmbelästigung, Drohungen oder tätliche Angriffe, die den Frieden im Haus nachhaltig stören.
- [Unterdeckung](https://hey-franz.com/lexikon/unterdeckung) – Eine Unterdeckung entsteht, wenn die tatsächlichen Ausgaben für eine Immobilie höher sind als die kalkulierten Einnahmen. Im Bereich der Betriebskosten bedeutet dies, dass die Akontozahlungen der Mieter nicht ausreichen, um die realen Kosten zu decken, was zu Nachforderungen bei der Jahresabrechnung führt. Auch bei der Finanzierung spricht man von Unterdeckung, wenn der Belehnungswert eines Objekts unter die ausstehende Kreditsumme fällt.
- [Untervermietung](https://hey-franz.com/lexikon/untervermietung) – Untervermietung liegt vor, wenn ein Hauptmieter die gesamte Wohnung oder Teile davon gegen Entgelt an eine dritte Person weitergibt. Laut ABGB ist dies grundsätzlich erlaubt, sofern es im Mietvertrag nicht ausdrücklich untersagt wurde oder dem Vermieter ein erheblicher Nachteil entsteht.

### V

- [Verbraucherpreisindex](https://hey-franz.com/lexikon/verbraucherpreisindex) – Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Österreich konsumieren. In der Immobilienwirtschaft dient er als zentrale Basis für Indexklauseln, um Mieten wertgesichert an die Inflation anzupassen.
- [Verfahrenskosten](https://hey-franz.com/lexikon/verfahrenskosten) – Verfahrenskosten umfassen alle Ausgaben, die im Rahmen eines behördlichen oder gerichtlichen Verfahrens anfallen, wie etwa bei Grundbucheintragungen oder Bauverhandlungen. Sie setzen sich aus den staatlichen Gerichtsgebühren sowie den Kosten für Sachverständige und die eigene Rechtsvertretung zusammen.
- [Verlängerungsvereinbarung](https://hey-franz.com/lexikon/verlangerungsvereinbarung) – Eine Verlängerungsvereinbarung ist eine einvernehmliche Abmachung zwischen Vermieter und Mieter, um ein befristetes Mietverhältnis über das ursprüngliche Ende hinaus fortzusetzen. Im Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) muss diese schriftlich erfolgen und eine Dauer von mindestens fünf Jahren aufweisen.
- [Verteilungsschlüssel](https://hey-franz.com/lexikon/verteilungsschlussel) – Ein Verteilungsschlüssel regelt die Aufteilung von Gesamtkosten einer Immobilie auf die einzelnen Nutzeinheiten. Im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist meist der Nutzwert maßgeblich, während im Mietrechtsgesetz (MRG) die Nutzfläche als Standard gilt, sofern vertraglich nichts anderes vereinbart wurde.
- [vertragsgemäßen Gebrauch](https://hey-franz.com/lexikon/vertragsgemassen-gebrauch) – Der vertragsgemäße Gebrauch beschreibt das Recht des Mieters, die Immobilie so zu nutzen, wie es im Mietvertrag vereinbart wurde oder nach der Verkehrsauffassung üblich ist. Er umfasst die normale Abnutzung der Räume, während der Vermieter verpflichtet ist, das Objekt in diesem Zustand zu erhalten.
- [Vertragslaufzeiten](https://hey-franz.com/lexikon/vertragslaufzeiten) – Die Vertragslaufzeit definiert den Zeitraum, in dem ein Vertrag rechtlich bindend ist. Im österreichischen Mietrecht ist sie besonders bei befristeten Mietverträgen relevant, die laut MRG eine Mindestdauer von drei Jahren aufweisen müssen, während Kredite oft über Jahrzehnte laufen.
- [Verwaltungshonorar](https://hey-franz.com/lexikon/verwaltungshonorar) – Das Verwaltungshonorar ist das Entgelt, das ein Immobilienverwalter für seine Tätigkeit erhält. In Österreich umfasst es meist eine pauschale Grundvergütung für Regelleistungen sowie Sonderhonorare für zusätzlichen Aufwand, wie etwa die Begleitung großer Sanierungen oder Mahnverfahren.
- [Vollanwendung](https://hey-franz.com/lexikon/vollanwendung) – Die Vollanwendung bedeutet, dass ein Mietverhältnis zur Gänze den strengen Schutzbestimmungen des Mietrechtsgesetzes (MRG) unterliegt. Dies betrifft vor allem Altbauten und geförderte Neubauten, wobei gesetzliche Mietzinsobergrenzen, ein umfassender Kündigungsschutz und klare Regeln für Betriebskostenabrechnungen gelten.
- [Vollanwendungsbereich](https://hey-franz.com/lexikon/vollanwendungsbereich) – Der Vollanwendungsbereich bezeichnet Mietverhältnisse, auf die das Mietrechtsgesetz (MRG) in vollem Umfang angewendet wird. Dies betrifft meist Altbauten (errichtet vor 1945) oder geförderte Neubauten und bietet Mietern starken Schutz bei Mietzinsobergrenzen, Betriebskosten und Kündigungsschutz.
- [Vorschäden](https://hey-franz.com/lexikon/vorschaden) – Ein Vorschaden bezeichnet eine Beeinträchtigung an einer Immobilie, die bereits vor einem aktuellen Schadensereignis oder einem Eigentümerwechsel bestanden hat. Er muss bei Versicherungsfällen oder Verkäufen offengelegt werden, um Haftungskonflikte und Probleme bei der Schadensregulierung zu vermeiden.
- [Vorsteuer](https://hey-franz.com/lexikon/vorsteuer) – Die Vorsteuer ist jene Umsatzsteuer, die ein Unternehmen beim Einkauf von Waren oder Dienstleistungen an andere Betriebe bezahlt. Im Rahmen des Vorsteuerabzugs kann diese gezahlte Steuer beim Finanzamt zurückgefordert oder mit der selbst eingenommenen Umsatzsteuer verrechnet werden. So wird sichergestellt, dass die Steuerlast wirtschaftlich nur den Endverbraucher trifft.
- [Vorsteuerabzug](https://hey-franz.com/lexikon/vorsteuerabzug) – Der Vorsteuerabzug erlaubt es Unternehmern, die beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückzufordern. Diese wird mit der selbst eingenommenen Umsatzsteuer verrechnet, sodass die Steuer für Betriebe ein durchlaufender Posten bleibt. In der Immobilienwirtschaft ist dies besonders bei Bauprojekten oder der Vermietung von Geschäftsräumen relevant.
- [vorsteuerabzugsberechtigt](https://hey-franz.com/lexikon/vorsteuerabzugsberechtigt) – Vorsteuerabzugsberechtigt sind Unternehmer, die die von ihnen gezahlte Umsatzsteuer auf betriebliche Einkäufe als Vorsteuer vom Finanzamt zurückfordern oder mit ihrer eigenen Steuerschuld verrechnen dürfen. Dies setzt voraus, dass sie selbst umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringen und keine Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. So wird sichergestellt, dass die Umsatzsteuer für Betriebe ein durchlaufender Posten bleibt und nur den Endverbraucher belastet.
- [VPI](https://hey-franz.com/lexikon/vpi) – Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Österreich konsumieren. In der Immobilienwirtschaft dient er als zentrale Grundlage für die Wertsicherung von Mietverträgen, um Mietzinse automatisch an die Inflation anzupassen.

### W

- [Wärmemengenzähler](https://hey-franz.com/lexikon/warmemengenzahler) – Ein Wärmemengenzähler ist ein eichpflichtiges Messgerät, das den tatsächlichen Energieverbrauch einer Heizungsanlage in physikalischen Einheiten wie Kilowattstunden (kWh) erfasst. Er misst den Durchfluss des Heizwassers sowie die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf, um eine präzise und gesetzeskonforme Heizkostenabrechnung gemäß dem Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG) zu ermöglichen.
- [Wärmezähler](https://hey-franz.com/lexikon/warmezahler) – Ein Wärmezähler ist ein eichpflichtiges Messgerät, das den tatsächlichen Energieverbrauch einer Heizungsanlage in physikalischen Einheiten wie Kilowattstunden erfasst. Er misst den Durchfluss des Heizwassers sowie die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf, um eine präzise Abrechnung zu ermöglichen.
- [Wartungsfristen](https://hey-franz.com/lexikon/wartungsfristen) – Wartungsfristen bezeichnen die zeitlichen Abstände oder Nutzungsintervalle, in denen technische Anlagen und Bauteile einer Immobilie überprüft und gewartet werden müssen. Die Einhaltung dieser Termine sichert die Betriebsbereitschaft, erfüllt gesetzliche Prüfpflichten und ist entscheidend für den Erhalt von Garantieansprüchen sowie den Versicherungsschutz.
- [Werbungskosten](https://hey-franz.com/lexikon/werbungskosten) – Werbungskosten sind Aufwendungen, die dazu dienen, Einnahmen zu erwerben, zu sichern oder zu erhalten. In der Immobilienwirtschaft können Vermieter diese Kosten – wie etwa Instandhaltungen, Versicherungen oder Kreditzinsen – steuerlich geltend machen, um ihre Steuerlast aus der Vermietung zu senken.
- [Wertsicherung](https://hey-franz.com/lexikon/wertsicherung) – Die Wertsicherung ist eine vertragliche Vereinbarung, die den Geldwert einer Forderung vor Inflation schützt. In österreichischen Mietverträgen wird dazu meist der Verbraucherpreisindex (VPI) genutzt, um die Miete automatisch an die steigenden Lebenshaltungskosten anzupassen.
- [Wertsicherungsanpassungen](https://hey-franz.com/lexikon/wertsicherungsanpassungen) – Wertsicherungsanpassungen sind vertraglich vereinbarte Erhöhungen der Miete, um deren Kaufkraft trotz Inflation zu erhalten. Sie orientieren sich in Österreich meist am Verbraucherpreisindex (VPI) und stellen sicher, dass die Mieteinnahmen an die allgemeine Teuerung angepasst werden.
- [Wertsicherungsklausel](https://hey-franz.com/lexikon/wertsicherungsklausel) – Eine Wertsicherungsklausel ist eine Vereinbarung in Mietverträgen, die den Mietzins an die Inflation anpasst. Meist wird dafür der Verbraucherpreisindex (VPI) genutzt, um den realen Wert der Miete über lange Zeit stabil zu halten und den Vermieter vor Kaufkraftverlust zu schützen.
- [Wertsicherungsklauseln](https://hey-franz.com/lexikon/wertsicherungsklauseln) – Eine Wertsicherungsklausel ist eine Vereinbarung in langfristigen Verträgen, die den Geldbetrag an die Inflation koppelt. In Österreich wird die Miete meist mittels Verbraucherpreisindex (VPI) angepasst, um den realen Wert der Zahlung trotz steigender Preise stabil zu halten.
- [Wohneinheiten](https://hey-franz.com/lexikon/wohneinheiten) – Eine Wohneinheit ist eine baulich abgeschlossene Einheit innerhalb eines Gebäudes, die eine eigenständige Haushaltsführung ermöglicht. Sie muss über einen separaten Zugang sowie eigene Sanitäranlagen und eine Kochgelegenheit verfügen. Im österreichischen Wohnungseigentumsgesetz bildet sie oft die Basis für die Begründung von Eigentum.
- [Wohnungseigentumsgesetz](https://hey-franz.com/lexikon/wohnungseigentumsgesetz) – Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG 2002) ist die zentrale Rechtsgrundlage für Wohnungseigentum in Österreich. Es regelt, wie Eigentum an einzelnen Wohnungen oder Geschäftsräumen entsteht, welche Rechte und Pflichten die Eigentümer haben und wie die Verwaltung der Liegenschaft erfolgt.
- [Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz](https://hey-franz.com/lexikon/wohnungsgemeinnutzigkeitsgesetz) – Das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) regelt in Österreich die Tätigkeit gemeinnütziger Bauvereinigungen. Es stellt sicher, dass diese Unternehmen Wohnraum zu kostendeckenden, günstigen Mieten anbieten und Gewinne wieder in den Wohnbau investieren. Das Gesetz schützt Mieter zudem durch spezielle Preisbildungsvorschriften.

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- [Zählernummer](https://hey-franz.com/lexikon/zahlernummer) – Die Zählernummer ist eine eindeutige Kennzeichnung eines Messgeräts für Strom, Gas oder Wasser, die direkt am Gehäuse des Geräts aufgedruckt ist. Sie dient der Identifikation des physischen Zählers und ist für die korrekte Zuordnung von Verbräuchen bei Anmeldungen oder Umzügen essenziell.
- [Zählerstände](https://hey-franz.com/lexikon/zahlerstande) – Ein Zählerstand ist der zu einem bestimmten Zeitpunkt abgelesene Zahlenwert eines Messgeräts, der den Verbrauch von Strom, Gas, Wasser oder Wärme erfasst. Die Differenz zwischen zwei Ständen bildet in Österreich die Basis für die Verbrauchsabrechnung durch den Energielieferanten oder Hausverwalter.
- [Zweckentfremdung von Wohnraum](https://hey-franz.com/lexikon/zweckentfremdung-von-wohnraum) – Eine Zweckentfremdung von Wohnraum liegt vor, wenn Wohnungen nicht zum dauerhaften Wohnen, sondern für andere Zwecke genutzt werden, etwa als Büro, Praxis oder gewerbliche Ferienunterkunft (z. B. Airbnb). Auch spekulativer Leerstand oder der Abriss von intaktem Wohnraum fallen darunter. In vielen österreichischen Städten und Gemeinden ist dies durch Landesgesetze oder Widmungsregeln untersagt, um den Mangel an verfügbarem Wohnraum zu bekämpfen.
- [Zwischenablesung](https://hey-franz.com/lexikon/zwischenablesung) – Die Zwischenablesung ist die Erfassung von Zählerständen (z. B. für Heizung, Wasser oder Strom) außerhalb des regulären Abrechnungszeitraums. Sie erfolgt in Österreich meist bei einem Nutzerwechsel durch Auszug oder Einzug, um die Verbrauchs- und Heizkosten exakt zwischen Vor- und Nachmieter abzugrenzen.

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- [§ 29 MRG](https://hey-franz.com/lexikon/29-mrg) – Dieser Paragraf des Mietrechtsgesetzes regelt, wie und wann ein Mietverhältnis endet oder verlängert wird. Er legt insbesondere fest, dass befristete Wohnungsmietverträge schriftlich abgeschlossen werden müssen und eine Mindestdauer von drei Jahren aufweisen müssen, um rechtlich wirksam zu sein.

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